Schwerpunkt: Sprachliche Bildung
Sprachbildung ist ein übergreifendes Thema in der pädagogischen Arbeit und berührt alle Lernbereiche der Kinder. In der KiTa finden sich viele Beispiele für den jeweiligen Sprachstand der Kinder: über „erste Worte“, Reime und Verse, Lieder, Lerndokumentation bis hin zu „Literacy „. Der Begriff „Literacy“ bedeutet in der wörtlichen Übersetzung „Lese- und Schreibfähigkeit“ und bezieht sich vor allem auf unsere Vorschulkinder, die bereits in der KiTa den Zusammenhang zwischen geschriebenen Worten und Objekten erkennen können. Piktogramme (Symbole) werden genauso „gelesen“ wie der Speiseplan oder der eigene Name auf der Anmeldeliste zum Mittagessen. Es werden auch unterschiedliche Medien zur Unterstützung des Spracherwerbs regelmäßig genutzt. Die KiTa besitzt eine sehr große Auswahl an Bilderbüchern und ist auch mit CD-Player, Laptop, PC und Beamer ausgerüstet.
Alle pädagogischen Mitarbeiter haben Kenntnisse vom Verlauf des Spracherwerbs (z.B. „Sprachbaum“ nach Wendlandt) und wissen, mit welchen methodischen und didaktischen Mitteln er unterstützt und gefördert werden kann. Auch die Raumgestaltung und die Nutzung von Medien wird gezielt als Anregung für den Spracherwerb genutzt.
Durch die Teilnahme am Bundesprojekt „Sprache und Integration“ von 2013- 2015 sowie der weiteren Teilnahme am neuen Projekt „Sprach-Kita“ von 2016 – 2022 hat die „Spatzennest“ am Bundesprachprogramm teilgenommen. In diesem Programm wurde besonderen Wert auf die alltagsintegrierte Sprachbildung gelegt. Die Kolleginnen wurden durch eine Fachkraft für Sprache geschult und begleitet. Alle Handlungsfelder und Bereicherungen aus dieser Zeit haben sich fest im Kitaalltag verankert und werden bis heute in der KiTa „gelebt“. Alle Handlungen und Lernprozesse werden sprachlich begleitet und dadurch bekommen die Kinder auf ganz einfache Art und Weise Zugang zu Grammatik und Wortschatz der deutschen Sprache. ( Bundesprogramm)
Die alltagsintegrierte Sprachbildung hilft vor allem auch Kindern, die“ deutsch“ als Zweitsprache neben ihrer Familiensprache erlernen und Kindern im Krippenbereich, bei denen der Spracherwerb geradezu „explodiert“.
Durch Fortbildungen, Qualifizierung und langjährige Praxis können die Mitarbeiter den jeweiligen Entwicklungsstand eines Kindes einschätzen (z.B. Sprachentwicklungsstufen, SISMIK, SELDAK, Sprachscreening) und, wenn nötig, weiterführende Maßnahmen anregen. Zunächst werden Angebot in der Gruppe geplant und durchgeführt, die den Kindern über (kurzfristige) sprachliche Hürden helfen können. Hierbei sind die Vorbildfunktion der Bezugspersonen und der anderen Kinder besonders hilfreich. Auch Kindern, die zwar deutlich sprechen können aber zu schüchtern sind z.B. vor einer Gruppe zusprechen, können wir durch gezielte Angebote und über die Beziehung zwischen Erzieher und Kind Hilfestellung geben. Diese Kinder werden ermutigt zu sprechen und erleben ein korrektives Feedback. Sollten die pädagogischen Angebote im Alltag nicht ausreichend sein, können weitere Hilfen veranlasst werden.
Bei Sprachauffälligkeiten oder Sprachstörungen werden die Eltern beraten und auf die Möglichkeiten logopädischer Therapie hingewiesen, die wir in der KiTa als Erzieher nicht leisten können.

